Ingenieurbüro für unabhängige Energieberatung
Dipl.-Ing. Heinz Böhle

Strom wird heute nicht mehr bezogen, sondern “eingekauft”.
Die Strompreise sind seit 1998 beträchtlich gefallen, für Unternehmen mehr als für Haushalte.

Doch Vorsicht vor den “neuen” Stromanbietern. Es sind auch eine Menge schwarzer Schafe unter ihnen. Gegen einige wurden sogar schon Strafverfahren eingeleitet.

Ich plädiere dafür, nicht so schnell auf neue Stromanbieter einzugehen, sondern zunächst bei den alten Anbietern alle Preisspielräume auszureizen. Denn alle regionalen Stromversorger haben seit 1998 von ihren Vorlieferanten Preisnachläße von mehr als 40 % erhalten. Und diese fühlen sich dann als Wohltäter, wenn sie einige wenige Cent Preisnachlaß an ihre Kunden weitergeben. Das meiste aber behalten sie für sich, womit ihr Gewinn weiter steigt. Mit der Strommarktliberalisierung sollte aber eigentlich das Gegenteil erreicht werden.

Gewerblichen und kommunalen Stromkunden sei deshalb die Empfehlung gegeben, niemals das erste Angebot des Stromlieferers zu akzeptieren, sondern stets weiter zu verhandeln. Das gilt in ganz besonderem Maße für die Sondervertragskunden.

Die größte Erfolgsaussicht besteht dann, wenn sich mehrere Stromkunden zusammentun und gemeinsam auftreten. Deshalb wurde auf Initiative des Autors die Aktion
“Unternehmen wollen günstigere Strompreise”
gestartet. Eine Vielzahl von Unternehmen beteiligt sich bereits daran.

Aktuelle Entwicklung:
Mittlerweile sind die Strompreise wieder gestiegen und haben das Niveau vor der Strommarktliberalisierung überschritten. Über die aktuelle Entwicklung sowie daraus resultierende Empfehlungen für die Stromverbraucher wird demnächst an dieser Stelle berichtet
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