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Dezember 2011 ENERGIESPAREN 2012 - HINWEISE FÜR ENERGIEVERBRAUCHER DER REGION DÖBELN Hohe Energiekosten werden für alle Verbraucher immer mehr zu einer Belastung. Dazu nachfolgend einige Hinweise, Empfehlungen und Streiflichter aus der Region.
KOSTENLOSE ENERGIEBERATUNGEN finden ab Januar 2012 wieder in der Außenstelle Döbeln des Landratsamtes statt. Diese richten sich an alle privaten, gewerblichen und öffentlichen Energieverbraucher sowie an Wohnungsgesellschaften, Planungs- und Architekturbüros, Unternehmen, Stadtwerke und kommunale Einrichtungen. Ort und Zeitpunkt werden noch bekanntgegeben.
DIE KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG (KWK) rückt immer mehr ins öffentliche Interesse. Hersteller, Anbieter, Energieversorger und Lobbyisten dieser Technik verbreiten den Eindruck, es wäre das Allheilmittel zur Bewältigung der Energiewende. Doch vor zuviel Euphorie sei gewarnt. KWK-Anwendungen sind Blockheizkraftwerke und Gasturbinen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Wirtschaftlich arbeiten können diese Anlagen nur, wenn beide Energiearten auch zeitgleich benötigt und zu akzeptablen Preisen bereitgestellt werden. Das ist in vielen Fällen leider nicht gegeben. In einigen Städten wird die Abwärme der Gasturbinen zur Fernwärmeversorgung verwendet. Keine verbraucherfreundliche Lösung ist es jedoch, wenn (wie z.B. in Döbeln) die Fernwärmepreise überproportional hoch gehalten werden müssen, um einen einen wirtschaftlichen Betrieb der Gasturbinen zu gewährleisten. Zu diesem Thema werde ich in einem der nächsten Energie-Infos noch ausführlich berichten.
FÖRDERPROGRAMME ZUM ENERGIESPAREN werden auch 2012 weitergeführt, teilweise mit verbesserten Konditionen. Bauherren, Kommunen und Unternehmen können Zuschüsse und zinsgünstige Kredite von der KfW, der BAFA und der SAB Sachsen in Anspruch nehmen. Einzelheiten dazu können in den o.g. Energieberatungen erfragt werden.
HOHE ENERGIEEFFIZIENZ in Unternehmen ist eine Voraussetzung zur Erhaltung deren Wettbewerbsfähigkeit. Die Sächsische Energieagentur (SAENA) hat nun "Sächsische Gewerbeenergieberater" zertifiziert, die eine standardisierte und qualitativ hochwertige Energieeffizienzberatung für Unternehmen durchführen dürfen. Diese Beratungen werden mit bis zu 80% der Kosten gefördert. Unternehmen sollten sich dieses Angebot nicht entgehen lassen.
VOLKSVERDUMMUNG wird derzeit mit der Straßenbeleuchtung in Hartha betrieben. So befinden sich an den Masten der neuen LED-Straßenlampen Aufkleber mit der Aufschrift: "Ich spare 80% Energie". Der Betrachter dieser Zeilen soll damit auf die Vorteile der neuen Lampen aufmerksam gemacht werden. Nun, LED-Lampen sparen (genau wie herkömmliche Entladungslampen) tatsächlich 80% Energie, wenn man sie mit Glühlampen vergleicht und die gleiche Beleuchtungsstärke zugrunde legt. Glühlampen werden jedoch bereits seit 50 Jahren nicht mehr bei der Straßenbeleuchtung eingesetzt. Die fortschrittliche LED-Technik mit seit Jahrzehnten nicht mehr eingesetzter Technik zu vergleichen und dabei die Vergleichsbasis nicht zu erwähnen ist in höchstem Masse unseriös.
Allen Energieverbrauchern wünsche ich ein erfolgreiches Jahr 2012 und viel Erfolg beim Energiesparen.
Juli 2011 KOMMT DER ATOMAUSSTIEG WIRKLICH? - SACHSEN STEUERN DAGEGEN! Die deutschen AKW sollen vom Netz gehen. Eine längst überfällige Entscheidung. Doch wird es auch dazu kommen? Oder werden die Atomkraftbefürworter wieder die Oberhand gewinnen? Tendenzen in diese Richtung sind schon jetzt zu erkennen. Und das leider und gerade auch in Sachsen. Der Geschäftsführer des hiesigen Stadtwerkes, der früher selbst in einem AKW tätig war, beteuerte noch wenige Monate vor den Ereignissen in Japan, dass er der Kerntechnik vertraut, weil die Erfahrungen aus Tschernobyl in die neuen Technologien eingearbeitet wurden. Offenbar hat er seine Meinung nun geändert. Andere Vertreter des Freistaates dagegen haben aber scheinbar noch nicht begriffen, was geschehen ist. So befürworten die Repräsentanten der sächsischen CDU und FDP weiterhin die Atomenergie und sächsische Wissenschaftler berichten, dass sie an Techniken arbeiten, die zukünftig Atomkraftwerke sicherer machen sollen. Seit den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ist bekannt, dass Atomkraftwerke nicht sicher sind und niemals sicher sein können. Doch die Atomlobby hat es immer wieder verstanden, die Regierungen zur Förderung der Atomkraft zu überreden. Atomkraftwerke sind Gelddruckmaschinen für die Energiekonzerne. Und die lassen sich diese nicht so leicht wegnehmen. Trotz derzeit allgegenwärtiger Beteuerungen. Leider ist zu befürchten, dass, begünstigt durch die Schnellebigkeit unserer Zeit, die Ereignisse in Fukushima langsam aus dem Blickpunkt des öffentlichen Interesses rücken werden und die Atomlobby wieder die Oberhand gewinnt. In den letzten Jahrzehnten wurde die deutsche Atomwirtschaft mit über 200 Milliarden Euro gefördert. Und die Folgekosten für die nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte werden noch um ein Vielfaches höher sein. Hätte man dieses Geld stattdessen in die Entwicklung von energieeffizienten Technologien gesteckt, würde die Gesellschaft heute nur noch einen Bruchteil der Energie benötigen, die sie tatsächlich verbraucht. Dann wäre auch kein Netzausbau erforderlich, weil dann viel weniger Strom übertragen werden müßte, es gäbe keine Strahlenopfer, keine Endlagerproblem und die Wirtschaft wäre viel wettbewerbsfähiger. Nur eben die Atomkonzerne hätten damit kein Geld verdienen können. Bleibt zu hoffen, dass nun doch noch die Vernunft siegt und die Entwicklung effizienter Energietechnologien endlich weiter forciert wird. Hierzu möchte ich noch auf einen Aspekt verweisen, der in der Öffentlichkeit kaum diskutiert wird. Durch effiziente Energietechnologien verringert sich auch der Energieverbrauch, d.h. es wird Energie gespart. Und eingesparte Energie braucht nicht bezahlt zu werden. Damit steht den durch den Atomausstieg zu erwartenden höheren Energiepreisen ein geringerer Energieverbrauch gegenüber. Das bedeutet, die Energiekosten der Verbraucher würden damit insgesamt nicht höher. Im Gegenteil, sie könnten sogar sinken.
April 2011 IN EIGENER SACHE: 15 JAHRE UNABHÄNGIGE ENERGIEBERATUNG IN DÖBELN In diesen Tagen begehen wir unser 15-jähriges Firmenjubiläum. Aus diesem Grunde möchten wir uns bei allen Geschäftspartnern und Kunden für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Durch die aufgrund unserer Beratungstätigkeit ausgelösten Energieeffizienzmaßnahmen konnten Unternehmen, Kommunen und Bauherren bereits viele Millionen Euro an Energiekosten einsparen. Das ist aber nicht nur ein finanzieller Erfolg. Es ist auch ein Beitrag zum Schutz der Umwelt. Energie sparen verringert den Schadstoffausstoß und schützt die natürlichen Ressourcen. Energie wird immer verbraucht. Energie kann immer eingespart werden. Energiesparen bedeutet, die Energie praktisch zum Nulltarif zu beziehen. Diesen Tarif kann kein noch so günstiger Energielieferant anbieten. Die heutige Zeit ist geprägt von einem stetigen Anstieg der Energiepreise. Die aktuellen Ereignisse in Nordafrika und Japan stellen uns vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Es gilt, neue Verfahren und Technologien für eine rationelle Energieanwendung sowie die Nutzung alternativer Energien zu entwickeln. Wir stellen uns diesen Aufgaben und werden auch in Zukunft mit unseren Erfahrungen und unserer Fachkompetenz den gewerblichen, kommunalen und privaten Energieverbrauchern beim Einkauf und effizienten Einsatz von Energie zur Seite stehen.
Dezember 2010 ENERGIESPAREN 2011 - HINWEISE FÜR ENERGIEVERBRAUCHER DER REGION DÖBELN In Anbetracht steigender Energiepreise und des kalten Winters kommt dem Sparen von Energie und Energiekosten weiterhin eine große Bedeutung zu. Dazu nachfolgend einige Hinweise und Empfehlungen.
ENERGIEBERATUNG Wer sich zum Thema Energiesparen unabhängig beraten lassen will, hat dazu in der Region Döbeln gleich mehrere Möglichkeiten. Jeden zweiten Dienstag im Monat bietet die Verbraucherzentrale im Döbelner Rathaus für 5 Euro eine Energieberatung für private Energieverbraucher und Vermieter an. Eine kostenlose Energieberatung findet in der Außenstelle Döbeln des Landratsamtes an jeden dritten Dienstag statt. Diese richtet sich zudem auch an gewerbliche Energieverbraucher, Wohnungsgesellschaften, Planungs- und Architekturbüros, Unternehmen, Stadtwerke und kommunale Einrichtungen. Einzelheiten dazu können den jeweiligen Presseveröffentlichungen entnommen werden.
ENERGIEPREISE Die Energiepreise der Stadtwerke Döbeln gehörten noch vor einigen Jahren mit zu den teuersten der Region. Das hat sich geändert. Die aktuellen Strom- und Gaspreise der Stadtwerke sind am deutschen Energiemarkt durchaus konkurrenzfähig. Das gilt jedoch nicht für die Fernwärme. Die Fernwärmepreise in Döbeln gehören nach wie vor zu den teuersten in Sachsen.
ENERGIEFÖRDERPROGRAMME Auch im Jahr 2011 gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Förderung energetischer Sanierungen, wodurch diese oft erst wirtschaftlich realisiert werden können. Bauherren, Kommunen und Unternehmen können Zuschüsse und zinsgünstige Kredite von der KfW, der BAFA und der SAB Sachsen in Anspruch nehmen. Einzelheiten dazu können in den o.g. Energieberatungen erfragt werden.
Allen Energieverbrauchern wünsche ich ein erfolgreiches Jahr 2011 und viel Erfolg beim Energiesparen.
September 2010 WAS BRINGT DIE LED-STRASSENBELEUCHTUNG DEN KOMMUNEN DER REGION WIRKLICH? Die Städte Hartha und Rochlitz haben es bereits getan. Leisnig, Ziegra-Knobelsdorf und andere planen es: den Einsatz von moderner LED-Technik bei der Straßenbeleuchtung. LED-Licht ist das Licht der Zukunft und in einigen Jahrzehnten wird es zum Standard bei der Straßenbeleuchtung werden. Doch soweit ist es noch nicht. Die Hersteller und Anbieter der LED-Technik versprechen durch deren Einsatz enorme Energie- und Kosteneinsparungen, um ihre Lampen - die ein mehrfaches herkömmlicher Lampen kosten - den Kommunen schmackhaft zu machen. Diese Versprechen sind in hohem Maße realitätsfremd. Und die Kommunen unterschätzen offensichtlich das wirtschaftliche Risiko des Einsatzes der LED-Beleuchtung. Ein weit verbreiteter Irrtum ist es, dass LED-Lampen effizienter sind als herkömmliche Entladungslampen. Die besten heute am Markt verfügbaren LED-Lampen haben eine Lichtausbeute, die denen moderner und gegenwärtig eingesetzter Entladungslampen (zumeist Natriumdampf-Hochdrucklampen) gerademal entspricht. Eine Energieeinsparung (gleiche Beleuchtungsstärke vorausgesetzt) ist also technisch nicht möglich. Der geringe Energieverbrauch der bisher getesteten LED-Lampen beruht darauf, dass Lampen mit einer niedrigen Wattzahl eingesetzt wurden, die dann auch nur eine geringe Beleuchtungsstärke bringen. Wenn man herkömmliche Entladungslampen mit einer niedrigen Wattzahl einsetzt oder die Lampen herunterdimmt erreicht man mit diesen Lampen den gleichen niedrigen Energieverbrauch und niedrige Energiekosten wie mit LED-Lampen. Das ist ernüchternd, entspricht aber dem heutigen Stand der Technik. Die LED-Lampenhersteller versprechen eine Lebensdauer der Lampen von vielen Jahren. Dabei handelt es sich um unter Laborbedingungen ermittelte und hochgerechnete Werte, die nicht praxiserprobt sind. Denn keine LED-Lampe hat bis jetzt die Zeit gehabt, so lange zu leuchten. Zudem gibt es noch keine Lebensdauer-Norm, so dass jeder Hersteller eigene phantasievolle Lebensdauerangaben machen kann. Auch dass die LED-Lampen im Laufe der Zeit bis zu 30% an Leuchtkraft verlieren verschweigen die meisten Hersteller. Die LED-Technik erfährt gegenwärtig eine rasante Entwicklung. Für die heute eingesetzten LED-Lampen wird es deshalb in einigen Jahren keine Ersatzteile mehr geben, so dass dann mit einer kompletten Neuinvestition gerechnet werden muß. Das kann längerfristig teurer werden, als herkömmliche Lampen regelmäßig zu tauschen. Die lichttechnischen Fachverbände empfehlen den Einsatz von LED-Lampen zunächst in Wohn- und Nebenstraßen, weil dort geringere Lichtstärken ausreichen und erst wenn sich die Technik etabliert und damit kostengünstiger wird auch Hauptstraßen auszustatten. Die Kommunen bei uns befeuern jedoch gleich die Hauptstraßen mit LED-Technik, was zu hohen Investitionskosten führt. Die Initiative der Kommunen zum Einsatz von moderner LED-Straßenbeleuchtung ist durchaus zu begrüßen. Nur sollten sich die Verantwortlichen darüber im klaren sein, dass bei einer Gesamtkostenrechnung keine Kosteneinsparungen entstehen werden. Auch ist zu empfehlen, verschiedene Techniken von mehreren Anbietern zu testen, und nicht nur auf einen Anbieter zu setzen. Denn die Konkurrenz schläft nicht. So könnten zum Beispiel die Städteverbunde wie der Klosterbezirk Altzella und das Sachsenkreuz unterschiedliche Systeme in den Städten einsetzen und die damit gemachten Erfahrungen im Rahmen der kommunalen Zusammenarbeit gemeinsam auswerten.
Juli 2010 KÜRZUNG DER SOLARFÖRDERUNG - EINE RICHTIGE UND LÄNGST ÜBERFÄLLIGE ENTSCHEIDUNG Gegenwärtig gibt es vielerorts Diskussionen über die von der Bundesregierung veranlasste Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstromanlagen. Ich möchte dem noch einiges aus einer etwas anderen Perspektive hinzufügen. Die Einspeisevergütung für Solarstrom wurde einst eingeführt, um die solare Stromerzeugung auszuweiten und wettbewerbsfähig zu machen. Von Anfang an war klar, dass diese Förderung zurückgeschraubt wird, wenn die Massenproduktion von Solarzellen zu geringeren Anlagenkosten führt. Die Solarindustrie hat damals genau das gefordert und dabei eine Senkung der Anlagenpreise in Aussicht gestellt. An diese Aussage haben sich die Solaranlagenhersteller aber nicht gehalten. Die Preise sanken lange Zeit garnicht und später nur geringfügig, was bei zunehmenden Produktionsvolumen zu enormen Gewinnen führte. Nur deshalb war es möglich, dass überall auf der grünen Wiese Solarfabriken entstanden. Kein anderer Wirtschaftszweig konnte so eine rasante Entwicklung aufweisen. Dass das ungesund ist und irgendwann einmal zur Marktbereinigung führen muß war von Anfang an klar. Durch die anstehende Kürzung der Solarförderung werden die Solaranlagenhersteller nun endlich dazu gezwungen, niedrigere Preise für ihre Anlagen zu verlangen. Das kommt den Solarkunden zugute, deren Anlagen sich damit aufgrund der geringeren Anlagenkosten auch bei sinkender Förderung rechnen wie bisher. Die Installationsbetriebe beklagen nun auch die Kürzung der Solarförderung. Doch klagen ist des Kaufmanns Lied. Insbesondere dann, wenn bisher gewährte Privilegien wieder abgegeben werden müssen. Zudem haben viele Installationsbetriebe ein arrogantes Geschäftsgebahren an den Tag gelegt. So mußten z.B. die Kunden oftmals die gesamte Rechnung schon bezahlen, bevor die Anlage aufs Dach gebaut wurde. Das gibt es in keinem anderen Gewerbe. Die Kürzung der Solarförderung ist eine richtige Entscheidung der Bundesregierung. Bemängeln kann man allenfalls, dass diese zu spät kommt und zu gering ausfällt. Die Lobbyisten der Solarindustrie konnten offenbar wieder einmal ihre Interessen durchsetzen.
Mai 2010 DIE ENERGIEEINSPARVERORDNUNG - KURZ UND BÜNDIG ERKLÄRT Thema heute: Wie dick müssen Gebäude gedämmt werden? Zur Einsparung von Energie und Energiekosten werden in zunehmenden Maße Gebäude mit einer Wärmedämmung versehen. Doch wie dick muss diese Dämmung sein? Dazu gibt es leider immer wieder viele falsche und widersprüchliche Informationen. Nachfolgend sollen dazu einige klärende Aussagen getroffen werden. Die Anforderungen an eine Dämmung sind gar nicht so hoch wie mancher vielleicht denkt. Wie die Dämmung ausgeführt werden muss regelt die Energieeinsparverordnung (EnEV). Die geforderte Dämmstoffstärke ist vom Wand- oder Deckenaufbau und der Wärmeleitfähigkeitsgruppe des Dämmstoffes abhängig. Dazu gibt es zwei Bewertungsverfahren. Mit dem einen wird nur die Dämmung und mit dem anderen das gesamte Gebäude energetisch bewertet. Wird nur die Dämmung bewertet - was leider zu oft geschieht - sind die Anforderungen an die Dämmung höher. Je nach Wandaufbau und Art des Dämmstoffes sind hier Wände als auch Decken mit ca. 8 - 12 cm und Dächer mit ca. 12 - 18 cm zu dämmen. Noch höhere Dämmstärken sind in der Regel nicht erforderlich und bringen dann keine nennenswerte Energieeinsparung mehr. Wird das gesamte Gebäude energetisch bewertet, geht außer der Dämmung auch die Heizungsanlage mit in die Bewertung ein. Hierbei kann der Hausbesitzer entscheiden, wo die Schwerpunkte gesetzt werden. So können die Anforderungen der EnEV sowohl durch eine dicke Dämmung und eine weniger effektive Heizungsanlage als auch durch eine geringere Dämmung und eine effektive Heizungsanlage erfüllt werden. Im letzteren Fall können bei Wänden als auch Decken schon ca. 4 - 8 cm und bei Dächern ca. 8 - 12 cm die Anforderungen erfüllen. Die Dämmstärken für ein Gebäude sind immer objektspezifisch zu ermitteln. Leider bewertet der Bauplaner ohne den Bauherren zu fragen zumeist nur die Dämmung und fordert dicke Dämmstärken. Die heute üblichen Heizungsanlagen sind aber zumeist so effizient, dass bei deren Einbeziehung in die Gebäudebewertung viel geringere Dämmstärken ausreichen. Eine wesentlich geringere oder auch gar keine Dämmung ist u.U. dann möglich, wenn bereits Wärmedämmsteine als Mauerwerk verwendet wurden, wenn bei Betriebsgebäuden durch Maschinen viel innere Wärme anfällt, wenn ein Gebäude unter Denkmalschutz steht, wenn ein Gebäude nur selten und mit geringen Temperaturen beheizt wird oder wenn die Kosten der Dämmung eine unzumutbare finanzielle Belastung für den Bauherren darstellen. Dazu wäre dann jeweils eine Einzelfallprüfung erforderlich.
Januar/Februar 2010 DIE STADT DÖBELN WILL BEI DER STRAßENBELEUCHTUNG SPAREN - DOCH WARUM NICHT GLEICH EIN "KOMMUNALES ENERGIEMANAGEMENT WIE IN UNNA? Der Stadt Döbeln entstehen - wie vielen anderen Städten auch - hohe Energiekosten für die Straßenbeleuchtung. Nun sollen diese Kosten auf den Prüfstand gestellt werden. Eine durchaus sinnvolle Sache, sollte man meinen. Es gibt vielfältige technische und organisatorische Möglichkeiten zur Kostenreduzierung bei der Straßenbeleuchtung. Diese umzusetzen ist in erster Linie die Aufgabe des Anlagenbetreibers. Das sind im Falle von Döbeln die Stadtwerke. Diese sind jedoch auch die Stromlieferanten, die den Strom für die Straßenbeleuchtung an die Stadt verkaufen und damit Umsatz machen. Damit entsteht ein Interessenkonflikt, bei dem sicher nicht das Energiesparen der Gewinner ist. Bereits im Jahr 2000, als die Betriebsführung von einem privaten Betreiber an die Stadtwerke übertragen wurde, habe ich die Stadtverwaltung auf diesen Interessenkonflikt hingewiesen. Bundesweite Untersuchungen bestätigen das. So wurde festgestellt, dass Städte bei denen die eigenen Stadtwerke die Beleuchtung betreiben höhere Kosten haben als Städte mit anderen Anlagenbetreibern. Ist ja auch logisch, wer würde schon auf die Idee kommen, sich seine Steuererklärung vom Finanzamt erstellen zu lassen! Um Energie zu sparen sollten nicht sporadisch einzelne Bereiche untersucht sondern erst einmal grundlegende Strukturen geschaffen werden. In Döbelns Partnerstadt Unna gibt es dazu bereits seit 1993 ein "Kommunales Energiemanagement" (KEM). Seitdem wurden dort die Energiekosten der öffentlichen Einrichtungen nahezu halbiert. Wie auch in Döbeln ein KEM aufgebaut werden kann hat eine Arbeitsgruppe des Landratsamtes Döbeln bereits 1999 untersucht und der Stadtverwaltung übergeben. Entsprechende Maßnahmen rentieren sich i.d.R. kurzfristig und werden sogar noch gefördert. Getan hat sich seitdem fast nichts. Der Wille zum Energiesparen ist bei der Stadt nicht sehr ausgeprägt. Realisiert wurden nur einige kleinere Maßnahmen, die nicht viel brachten und eher zur Beruhigung der Kritiker und des Gewissens dienten. Auch bei der Nutzung alternativer Energien gibt es einen großen Nachholebedarf. Warum ist das so? In Döbeln gilt das Prinzip der Quersubventionierung, d.h. die Gewinne der Stadtwerke fließen in den städtischen Haushalt zurück. Wird Energie gespart fließt weniger zurück. Da ist Energiesparen kontraproduktiv. Vielleicht haben die Verantwortlichen auch Angst, von energiepolitischen Fehlentscheidungen der Vergangenheit eingeholt zu werden. Dazu gehört u.a. der Aufbau einer völlig überteuerten Fernwärmeversorgung. Bei den gegenwärtigen öffentlichen Diskussionen wird oft der Eindruck erweckt, dass Energiesparen nur durch energetische Sanierungen aus Mitteln des Konjunkturpaketes möglich ist. Diese Auffassung geht an der Realität vorbei. Es gibt vielfältige Sparmöglichkeiten, die wenig oder nichts kosten und nur in Angriff genommen werden müssen. Hierzu sollte bei Döbelns Stadtvätern schleunigst ein Umdenken einsetzen. Andere Städte sind auf diesem Gebiet schon viel weiter.
Oktober/Dezember 2009 EMPFEHLUNGEN FÜR 2010: STROM-/GASANBIETER WECHSELN UND ENERGIE SPAREN Durch Sparen die Krise besser bewältigen. Das ist auch für die Energieverbraucher ein Thema. Energieverbraucher sind Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen. Viele Energieversorger haben für 2010 neue Strom- und Gaspreiserhöhungen angekündigt. Auch die Ölpreise klettern wieder nach oben. Beim Einkauf von Heizöl ist es schon länger üblich, nach einem preiswerten Anbieter zu suchen. Strom- und Gasverbraucher dagegen bevorzugen meist noch immer den örtlichen Energieversorger. Damit verschenken die Energieverbraucher viel Geld. Der Wechsel des Strom- und Gaslieferanten ist heute problemlos möglich. Ja ein solches Verhalten ist sogar erforderlich, um den Wettbewerb auf dem Energiemarkt endlich in Schwung zu bringen. Die Bevorzugung des örtlichen Energieversorgers dagegen hemmt den Wettbewerb und ist falsch verstandener Lokalpatriotismus. Man muß wissen, dass - wenn ein Kunde den Anbieter wechselt - die heimischen Stadtwerke dennoch nicht leer ausgehen. Sie bleiben der Netzbetreiber vor Ort und erhalten dafür vom neuen Anbieter Netzentgelte. Und den Strom oder das Gas kaufen sie auch nur von anderen Lieferanten ein. Das können die Energieverbraucher dann ja auch gleich selbst tun. Hohe Energiekosten lassen sich auch durch das Sparen von Energie vermeiden. In der Wirtschaft ist gegenwärtig ein Trend zu erkennen, dass viele Unternehmen eine durch die mangelnde Auftragslage entstandene Verschnaufpause dazu nutzen, schon lange geplante Energieeffizienzmaßnahmen zu realisieren. Sie schaffen sich damit eine gute Ausgangsposition für den nächsten Aufschwung, indem sie dann neue Produkte mit weniger Kosten herstellen können. Diesem Trend sollten sich noch mehr Unternehmen anschließen. Große ungenutzte Energiesparpotenziale gibt es nach wie vor bei kommunalen Einrichtungen. Hier könnte noch mehr getan werden, um die durch die Wirtschaftskrise zu erwartenden geringeren Steuereinnahmen zumindest teilweise durch die Senkung der Energiekosten der Liegenschaften zu kompensieren. Offensichtlich fehlt dazu noch der nötige Anreiz. Ein Vorschlag dazu: Der Landesrechnungshof sollte bei seiner jährlichen Prüfung zur Verschwendung von öffentlichen Geldern auch die Verschwendung von Energiekosten mit untersuchen und dokumentieren. Da käme mit Sicherheit Erstaunliches ans Tageslicht.
Juli/September 2009 GLÜHLAMPENAUSSTIEG - MYTHEN UND FAKTEN Das kürzlich in Kraft getretene Gesetz zum Verbot des Einsatzes von Glühlampen in mehreren Stufen bis zum Jahr 2016 hat für viele Irritationen und unsinnigen Reaktionen, wie das Hamstern von Glühlampen, sowie einer Verunglimpfung dieser Vorschrift geführt. Vieles wurde dazu bereits gesagt und geschrieben. Zur besseren "Erleuchtung" des Themas möchte ich dem noch einige wenig bekannte Hintergrundinformationen anfügen. Kritiker und starrsinnige Umweltschützer sehen eine Gefahr durch das in den Lampen in geringen Mengen vorhandene Quecksilber. Doch man muß wissen, dass auch bei der Stromerzeugung in den Kraftwerken Quecksilber in die Umwelt gelangt. Durch die enorme Energieeinsparung beim Einsatz von Energiesparlampen wird weniger Strom erzeugt und damit im Kraftwerk weniger Quecksilber freigesetzt. In der Gesamtbilanz schneiden dabei der Einsatz von Energiesparlampen sogar besser ab als der Einsatz von Glühlampen, d.h. der Glühlampenausstieg verringert in Summe den Quecksilberausstoß. Energiesparlampen können zukünftig in Sammelstellen gefahr- und kostenlos entsorgt werden, ähnlich wie es bei Akkus und Batterien schon heute längst üblich ist. Energiesparlampen werden heute in vielen verschiedenen Größen, Formen und Lichtfarben hergestellt. Man kann somit jede Glühlampe durch eine Energiesparlampe ersetzen. Die Farbbrillianz von Glühlampen erreichen die Energiesparlampen zwar noch nicht, doch der Unterschied ist so gering, dass man ihn nur bemerkt, wenn zwei Lampen nebeneinander aufgestellt sind. Mangelnde Lichtechtheit ist also kein Argument gegen den Einsatz von Energiesparlampen. In einem Punkt müssen sich die Hersteller von Energiesparlampen aber Kritik gefallen lassen. Die Stromeinsparung wird bei den Produktangaben zu positiv dargestellt. Es empfiehlt sich daher, die angegebenen Wattstärken beim Lampenwechsel immer eine Stufe tiefer zu deuten, d.h. wenn der Lampenhersteller z.B. angibt, eine 11 Watt ESL ersetzt eine 60 Watt Glühlampe und eine 15 Watt ESL ersetzt eine 75 Watt Glühlampe so sollte man tatsächlich davon ausgehen, dass die 15 Watt ESL nur eine 60 Watt Glühlampe ersetzt usw. Gibt es überhaupt Verlierer beim Glühlampenausstieg? Ja, die gibt es. Es sind die Stadtwerke. Durch den geringen Stromverbrauch der Energiesparlampen können sie viel weniger Strom verkaufen und erleiden damit Umsatzverluste. Doch die finden sicher andere Wege, sich den entgangenen Gewinn wieder hereinzuholen - die nächste Strompreiserhöhung wird nicht lange auf sich warten lassen. Der Einsatz von Energiesparlampen ist also uneingeschränkt zu empfehlen. Für die LED-Beleuchtung gilt diese Aussage jedoch nicht. Diese Lampen können derzeit noch nicht wirtschaftlich betrieben werden, auch wenn Anbieter und Hersteller genau das versprechen. So stellt z.B. der Einsatz von LED-Lampen zur Straßenbeleuchtung heute eine Verschwendung von Steuergeldern dar. Mehr Informationen dazu gibt es in einer der nächsten Meldungen.
April/Juni 2009 ABWRACKPRÄMIE FÜR HEIZKESSEL UND WEITERE NEUE ENERGIEFÖRDERPROGRAMME - FÜR WEN LOHNT SICH DAS? Mit der kürzlich erfolgten Anpassung des Förderprogrammes "Energieeffizienz und Klimaschutz" des Freistaates Sachsen sind für die Realisierung von Energieeffizienzmaßnahmen für Bauherren, Hausbesitzer und Unternehmen bessere Fördermöglichkeiten gegeben. Gefördert werden unter anderem der Austausch von alten Heizkesseln gegen Brennwertkessel (Abwrackprämie) und Solaranlagen. Für Unternehmen gibt es höhere Förderungen bei der Realisierung von Energiesparmaßnahmen, die im Rahmen der Erstellung des Sächsischen Gewerbeenergiepasses realisiert werden. Die verbesserten Fördermöglichkeiten sind ein wichtiger Schritt zur zukünftigen Einsparung von Energie und Energiekosten. Waren doch die hohen Investitionskosten zur Realisierung von Energiesparmaßnahmen und zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Vergangenheit oftmals ein Hemmnis bei deren Umsetzung. Bau- und Installationsbetriebe begrüßen - man kann es gegenwärtig fast täglich in der Presse lesen - die neuen Regelungen ohne Einschränkungen. Denn damit wird auch deren Umsatz angekurbelt und es werden Arbeitsplätze gesichert. Doch nützt es auch immer dem Energieverbraucher? Man muß bedenken, dass Hausbesitzer und Unternehmen bei diesen Investitionen immer auch einen nicht geringen Eigenanteil zu tragen haben. Und nur dann, wenn dieser Eigenanteil durch die eingesparten Energiekosten wieder refinanziert werden kann, lohnt sich die Investition. Das ist oft, leider aber nicht immer der Fall. Energieverbraucher sollten deshalb im Vorfeld von geplanten Energiesparmaßnahmen und der Beantragung von Fördermitteln genau rechnen oder sich durch einen unabhängigen Sachverständigen beraten lassen.
März 2009 KOSTENLOSE ÖFFENTLICHE ENERGIERBERATUNGEN BEI DER AUßENSTELLE DÖBELN DES LANDRATSAMTES MITTELSACHSEN Ab April 2009 finden im o.g. Objekt wieder öffentliche Energieberatungen statt. Bereits vor der Kreisreform fanden diese Beratungen reges Interesse. Die Beratungen richten sich an Energieverbraucher, Hausbesitzer, Bauherren, Wohnungsgesellschaften, Planungs- und Architekturbüros, Unternehmen und kommunale Einrichtungen. Beantwortet werden Fragen zur Einsparung von Energie und Energiekosten, zur energetischen Gebäudesanierung, zum Einsatz von alternativen Energien, zur Nutzung von Energieförderprogrammen von Bund und Land sowie den Inhalten aktueller Gesetze und Verordnungen. Aktuell dürften die Neuordnung der KfW-Förderprogramme ab April 2009, das Inkrafttreten des Wärmegesetzes und die Einführung der Energieausweise für Wohn- und Nichtwohngebäude viele Fragen aufwerfen, die beantwortet werden. Die Fragen beantwortet in gewohnter Weise der unabhängige Döbelner Energieberater Heinz Böhle im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Interessenvertretung sächsischer Energieberater. Die Beratungen sind kostenlos und werden in Sprechstundenform mit telefonischer Voranmeldung durchgeführt. Sie finden jeden dritten Dienstag im Monat von 16.00 bis 18.00 Uhr in Landratsamt Mittelsachsen, Außenstelle Döbeln, Straße des Friedens 20, statt. Interessenten sollten die entsprechenden Ankündigungen in der Presse beachten.
Februar 2009 DIE SÄCHSISCHE ENERGIEAGENTUR BERUFT DIE ERSTEN SÄCHSISCHEN GEWERBEENERGIEBERATER - DÖBELNER ENERGIEBERATUNGSBÜRO IST MIT AN BORD Eine qualitativ hochwertige Energieberatung wird ab sofort den sächsischen Unternehmen angeboten. Die Sächsische Energieagentur (SAENA) hat die ersten Sächsischen Gewerbeenergieberater zertifiziert, die Energieberatungen für Gewerbebetriebe auf der Grundlage des Sächsischen Gewerbeenergiepasses (SäGEP) durchführen dürfen. Der Sächsische Gewerbeenergiepass ist ein bundesweit einmaliges, innovatives Beratungsinstrument für Industrie und Gewerbe, das unter Federführung der SAENA entwickelt wurde. Es handelt sich dabei um ein Zertifikat, das für Unternehmen aus Industrie, Handwerk und Gewerbe erhältlich ist. Bausteine des Sächsischen Gewerbeenergiepasses sind die Ermittlung des energetischen Ist-Zustandes des Unternehmens, eine Analyse der Potentiale zur Verbesserung der Energieeffizienz, Vorschläge von konkreten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie ein energetisches Benchmarking. Die Unternehmen erhalten mit dem SäGEP ein Zertifikat, dessen Kernaussage das Bekenntnis zum Energiesparen ist und das einmal ein Markenkennzeichen für sächsische Unternehmen werden soll. Für Energieberatungen, die Erstellung des SäGEP und für die Realisierung der darin vorgeschlagenen Energieeffizienzmaßnahmen können sächsische Unternehmen hohe staatliche Förderungen erhalten. Es erfüllt uns mit besonderem Stolz, dass unser Büro als eines der ersten in Sachsen die Zertifizierung zur Erstellung des Sächsischen Gewerbeenergiepasses erhalten hat. Weitere Informationen: www.gewerbeenergiepass.de/Beraterdatenbank.html
Januar 2009 REGIONALE ENERGIE-INFOS AB 2009 MIT NEUEN INHALTEN - HEUTE: PREISTRENDS AM REGIONALEN ENERGIEMARKT Nach einer arbeitsbedingten Pause erscheinen nun ab Januar 2009 unsere regionalen Energie-Infos wieder regelmäßig. Wie gewohnt enthalten sie aktuelle Informationen zu regionalen Energiefragen, zum sparsamen Umgang von Energie sowie zur Nutzung von regionalen und überregionalen Energieförderprogrammen. Auch Hintergrundinformationen zur Energie- und Preispolitik der regionalen Energieversorger sollen bekanntgegeben werden, auch wenn diese von denen manchmal lieber unter den Teppich gekehrt werden würden, anstelle sie zu veröffentlichen. Zu Jahresbeginn hier zunächst ein paar Informationen zu Preistendenzen auf dem regionalen Energiemarkt. Wer Heizöl einsetzt, kann gegenwärtig etwas aufatmen. So haben die Heizölpreise gegenwärtig einen Tiefstand erreicht. Dieser wird jedoch nicht anhalten. Deshalb ist zu empfehlen, jetzt die Tanks bis zur vollen Lagerkapazität aufzufüllen. Gaskunden sind da schlechter dran. Im Gegensatz zu den Heizölpreisen sind die Gaspreise (trotz geringfügiger Absenkungen zum 01.01.2009) derzeit auf einem Höchststand. Durch die Öl-Gas-Preisbindung sollten die Gaspreise aber in der nächsten Zeit auch fallen. Wahrscheinlich passiert das aber erst im Frühjahr, wenn die Heizperiode endet und dann nur noch wenig von dem dann preiswerteren Gas verbraucht wird. Für die Gaskunden ist deshalb in diesen Jahr keine oder nur eine sehr geringe Kostenentlastung zu erwarten. Die Öl-Gas-Preisbindung trägt dabei eigenwillige Züge. Steigt der Ölpreis, so steigt unmittelbar danach auch der Gaspreis an. Fällt der Ölpreis, dann dauert es eine Ewigkeit, bis der Gaspreis auch fällt. Den Gewinn aus den dadurch zeitlich längeren höheren Gaspreisen stecken sich die Gasversorger in die Tasche. Diese sind daher die eigentlichen Nutznießer der Öl-Gas-Preisbindung, und nicht die Gaskunden, wie es uns die Gasversorger manchmal weissmachen wollen. Schlechte Karten haben auch die Fernwärmekunden in Döbeln. Die Fernwärmepreise in Döbeln gehören mit zu den höchsten in Sachsen. Dennoch gibt es auch für Fernwärmekunden Möglichkeiten, der Kostenfalle zu entkommen, z.B. durch Anpassung des meist überhöhten Grundpreises an die tatsächliche Leistungsabnahme oder durch die Errichtung einer anteiligen Eigenversorgung (die vom Fernwärmelieferer geduldet werden muß, wenn sie auf der Basis von erneuerbarer Energie erfolgt). Wer sehr hohe Fernwärmepreise zahlen muß und sich eine preiswertere eigene Heizanlage errichten will sollte überprüfen lassen, ob bei den Fernwärmepreisen der Tatbestand des Preismißbrauchs vorliegt. Wird dies festgestellt, kann auch ein langfristiger Liefervertrag sofort gekündigt werden. Soviel zu den ersten regionalen Energie-Infos des Jahres 2009, Weiteres in Kürze.
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